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Fabian Römer im Interview

Battle MC war gestern

Autor(en): Katarina Schröder am Montag, 12. Oktober 2015
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Quelle: © Radio M94.5(M94.5)

Fabian Römer im Backstage

Der einstige Rapper entfernt sich von "Auf-die-Kacke-Hau-Songs" und tourt stattdessen mit Tim Bendzko. Herauskommt ein poppiges Singer-Songwriter Album.

Endlich. Nach vier Jahren Pause ist er zurück: F.R.! Obwohl... eigentlich nicht, denn F.R. nennt sich jetzt bei seinem bürgerlichen Namen Fabian Römer und präsentiert sich in seinem neuen Album „Kalenderblätter“ weniger als Rapper, sondern mehr als Pop/Singer-Songwriter. Im Interview sprechen wir in erster Linie über seine krasse musikalische Veränderung, über die Entwicklung von deutschem Rap und das Beste für seine Zukunft.  (Ja, das Backstage befindet sich direkt an einer Sbahnstation).

In deinem Album geht es sehr viel um Zeit. In dem Song "Kalenderblätter" vergeht sie, in "Zimmer ohne Zeit" soll sie am besten stillstehen. Ist das ein Zwiespalt, in dem du dich befindest und den du deutlich machen wolltest?
Fabi: Also dieses Zeit-Thema ist mir auch erst im Nachhinein aufgefallen und es ist ja oft so, dass wenn einem kein Album Titel zufliegt, dass man sich dann einfach auf einen Songtitel geht. Und dann gab es eben den Song "Kalenderblätter" und das war perfekt, weil ich eben 12 Songs auf mein Album packen wollte. Und im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich sehr viel Jahreszeiten und Querverweise habe, eben auch wie in "Zimmer ohne Zeit", aber das war nichts geplantes. Das ist aber oft so, dass man Lieder schreibt und irgendwann merkt, krass, irgendwie drehen die sich alle um so ein ähnliches Ding. Und das ist ganz cool, weil man da nichts konstruieren muss.

Wir springen ein bisschen in Deine Vergangenheit. In "Son of a Preacher Man" bezeichnest du dich selbst als Rap Messias. Würdest du das heute immernoch tun?
Fabi: Wahrscheinlich nicht. Das ist schwer zu sagen, ich hab mich schon ein bisschen losgelöst von so Representer Songs, so "Auf-die-Kacke-Hau-Songs". Also so würde ich es nicht mehr sagen, aber damals war das schon ganz gut so.

Würdest du trotzdem sagen, dass du eine repräsentative Aufgabe für deine Fans oder  die Gesellschaft allgemein hast?
Fabi: Hab ich wahrscheinich schon, aber das ist null Antrieb für mich und geht mir auch nie durch den Kopf, wenn ich Songs schreibe. Dann bin ich immer komplett für mich und mach das auch für mich, da denke ich nie an die Gesellschaft oder Fans. Ich hab damals vielleicht auch so ein, zwei politische Lieder gemacht, aber da habe ich mich auch von entfernt. Musik ist für mich was total introvertiertes. Alles, was es so an Außenwirkung mit sich bringt ist echt schön und motiviert einen weiterzumachen, aber dieser kreative Prozess an sich ist für mich total introvertiert.

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