E-Autos, E-Bikes und neue Aufladestationen
München wird zur Elektrostadt
Klima- und Umweltschutz sind ein dauerbrisantes Thema, vor allem weil man das Gefühl hat, dass sich trotz der vielen Konferenzen und Verträge nichts verändert.
In dieser Diskussion kommen auch immer wieder Elektroautos zur Sprache, die die Welt verbessern sollen.
Elektroautos sollen den CO2 Ausstoß verringern. Das kann aber nur funktionieren, wenn auch der Strom für die Autos aus regenerativen Energiequellen kommt. Außerdem sollen Elektroautos leise sein und die Städte und Bewohner vom Straßenlärm befreien. Sie sind schadstoff- und feinstaubfrei. Allerdings hat ein Positionsschreiben des Umweltbundes ergeben, dass Elektroautos nur „unbedeutend“ den Lärm verringern werden und das auch nur bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h.
Auch die Reichweite der Autos ist ein großes Problem. Bei unterschiedlichen Temperaturen haben die Autos auch unterschiedliche Reichweiten. Als Beispiel dient das S-Model von Tesla. Es hat mit Abstand den größten Akku, ist aber auch eines der teuersten Autos. Sein Akku hält vier mal länger als der des BMW-Models i3. Bei 23 Grad kann der Tesla bis zu 324 Kilometer fahren, bei Minusgraden nur noch 242 Kilometer. Allerdings nur in der Stadt, auf der Autobahn und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h kann der Tesla nur noch 184 Kilometer fahren.
Wer also ein Elektroauto fährt, muss seine Strecke genau planen, um an den wenigen Aufladestationen tanken zu können.
E- Fahrzeuge in München
In München und Umgebung gibt es gerade ganze 24 Aufladestationen. Weitere 100 Ladesäulen sollen in den nächsten Jahren im Münchner Stadtgebiet aufgestellt werden. Die Regierung möchte, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. In München fahren zur Zeit ca. 1000 Elektrofahrzeuge.
Das Ziel der Stadt München ist hoch gesteckt. Bis 2020 sollen in München 17.500 E-Fahrzeuge fahren. Dazu hat die Stadt ein Budget von 22,2 Millionen Euro eingeplant. Der Schwerpunkt der Förderung liegt vor allem im Wirtschaftsverkehr. Das heißt, Taxiunternehmen, Kurierdienste, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen sollen auf E-Autos umsteigen. So soll auch der CO2 Ausstoß in der Stadt verringert werden.
E-Bikes sind nicht mehr nur für Omis. Foto: M94.5/Sophie Dechansreiter
E-Bikes – die „billigere“ Variante
Nicht nur E-Autos, sondern auch E-Bikes erleben gerade einen neuen Hype. Anfangs als Oma-Radl abgestempelt, werden die Bikes vom Design immer schicker und schlanker und sollen in Zukunft sogar als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln verwendet werden.
Um das verwirklichen zu können, muss aber die Infrastruktur umgestaltet werden. Breitere Wege, mehr Unterführungen und weniger Ampeln sind in Planung, also eine Art Radschnellwege. Allerdings sind E-Bikes relativ teuer, sie kosten rund 1.000 Euro. Günstiger als das Elektroauto, dafür möchte aber nicht jeder sein teures Radl an öffentlichen Plätzen abstellen.
Aber auch dafür haben sich die Landspolitiker Lösungsmöglichkeiten ausgedacht, z.B. mit Hilfe der Digitalisierung. So kann das E-Bike vor Diebstählen geschützt werden. Allerdings sind die Pläne für den Schutz von E-Bikes noch nicht ausgeklügelt und werden wohl noch überdacht werden.