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Sandy Alex G Im Interview

Ruhm durch das Internet

Autor(en): Eric Thurau am Freitag, 10. Juni 2016
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Quelle: Treefort Music Fest / CC BY 2.0

Sandy Alex G

Sandy Alex G gilt als einer der heißesten Singer-Songwriter. Wir haben den jungen Amerikaner auf dem Primavera Sound Festival getroffen.

[00:54] Wie fühlt es sich an, die Musik nicht mehr alleine zu vertreiben, sondern das einem Label zu überlassen?

Alex: Es ist ganz gut, weil es ja schließlich auch deren (Domino Records) Job ist. Es fühlt sich trotzdem komisch an, weil auf einmal Geld ein Rolle spielt. Aber ich versuche nicht so sehr, darüber nach zu denken. Bevor ich bei Domino unter Vertrag war, war es ja nicht so, als ob ich wirklich große Ziele hatte. Ich hab damals einfach meine Musik auf CDs gebrannt und sie meinen Freunden gegeben. Domino verwandelt das Ganze jetzt in eine Karriere, was natürlich cool ist. Aber ich muss mich trotzdem daran gewöhnen.

[02:07] Wie hast du auf den Erfolg deines Albums DSU reagiert?

Es hat sich gut angefühlt. Ich war eines Tage auf der Arbeit, als ich von meinem Kumpel eine Nachricht bekommen habe: "Dude, das Rolling Stone Magazin hat dein Album rezensiert!". Ich war einfach so aufgeregt, diese ganzen kleinen Dinge einfach. Aber mittlerweile bin ich nicht mehr so aufgeregt, wenn ähnliche Sachen passieren. Mir kommt es so vor, als ob dieser ganze Medienkram nicht mehr so wichtig ist. Im Moment will ich einfach nicht meine Musik aus den Augen verlieren. Ich will nicht darüber nachdenken, den nächsten PR-Stunt zu starten, sondern mich einfach auf meine Musik konzentrieren.

[03:21] Welche Rolle spielt deiner Meinung nach das Internet in der modernen Musikindustrie?

Es gibt Musikern die Möglichkeit, sich selbst zu vermarkten. Die Labels versuchen jetzt herauszufinden, wie sie weiter machen und sich behaupten sollen. Ich finde durch das Internet werden einfach Sachen obsolet, weil die Persönlichkeit des Künstlers im Internet schon so präsent ist. Man braucht dann einfach nicht mehr so viele Ziwscheninstanzen. Aber ich bin mir selber nicht ganz sicher, ich kenn mich der ganzen Sache nicht so gut aus, obwohl ich "Teil" der Industrie bin.

[04:55] Wie wichtig ist es für dich die komplette Kontrolle über deine Musik zu haben?

Es ist mir schon wichtig, es fühlt sich einfach richtig an. Aber bisher habe ich immer nur alleine Musik gemacht. Ich finde, dass ich nur so zufrieden sein kann, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt. Es ist nicht so, als ob ich glaube, dass die anderen schlechter sind als ich. Ich bin in dem Aspekt einfach kindisch und naiv, glaube ich.

 

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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