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Münchner lernen München kennen

Die Biergarten Bi(er)ografie

Autor(en): Janet Wildauer am Donnerstag, 30. März 2017
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Quelle: pixabay | RitaE

Bayerisches Bier

Der Frühling zeigt sich von seiner sonnigen Seite und das bedeutet: Ab in den Biergarten!  Aber wie sind die Münchner Biergärten eigentlich entstanden?

Endlich werden die Temperaturen höher, der Himmel blauer und die Sonnenbrille kann wieder aus ihrem Versteck befreit werden. Der Sommer ist schon in greifbarer Nähe. Doch Sommerzeit heißt für die Münchner vor allem eins: Biergartenzeit. Die Biergärten gehören zu München wie die Wiesn und die Weißwurst. Trotzdem kennen sich die wenigsten mit der Geschichte aus, die hinter den vielen Münchner Biergärten steckt.

Die Geschichte der Biergärten

Reisen wir zurück ins 19. Jahrhundert. Da wurde hauptsächlich untergäriges Bier getrunken. Das hat einen langen Reifeprozess und muss immer kühl gelagert werden, weshalb man es nur in den kalten Monaten hergestellt hat. Um das flüssige Brot auch im Sommer lagern zu können, haben die Münchner Bierbrauer tiefe Bierkeller angelegt, wo das Bier ganzjährig kühl gehalten werden konnte. Kühlschränke gab es nämlich noch nicht. Außerdem pflanzten die Bierbrauer Kastanienbäume über dem Keller, deren große Blätter Schatten spenden und die Temperatur des Kellers niedrig halten.

„Findige Brauer kamen dann auf die Idee, dass man das Bier, das man unten lagert, auch am besten gleich vor Ort ausschenken kann.  Da dann aber immer mehr Bierbänke rumstanden, haben sich die Münchner dann oft entschlossen, das Bier gleich vor Ort zu verzehren.“
Thomas Glocker

Und damit war der Biergarten geboren.

Die Wirte haben gegen die Gärten protestiert, denn sie wollten das Bier selbst teuer verkaufen. Aber dank König Ludwig I. existieren die Biergärten noch immer. Was außerdem, im wahrsten Sinne des Wortes, ein richtiges Schmankerl ist, ist, dass man in den meisten Biergarten seine eigene Brotzeit mitbringen darf.

Biergarten-Tipps in München

Deswegen stellt Thomas Glocker stellt in seinem Buch „Das beste in München- Die Biergärten“ nur die Biergärten vor, bei denen das der Fall ist. Auch kuriose Geschichten findet man im Buch, wie die von Karl Valentin. Der war nämlich pleite und hat sich sein Bier im Biergarten mit lustigem Gstanzl verdient. Auf Glockers Website www.biergartenfreunde.de, bekommt man einen Überblick von allen Biergärten Münchens und kann diese sogar bewerten. Ganz neu gibt es jetzt die Biergartenfreunde-App, mit der man alle Biergärten in seiner Nähe finden kann.

Schon damals haben sich die Münchner auf der Bierbank, im Schatten eines großen Kastanienbaums mit einer gscheidn Maß richtig wohl gefühlt und daran hat sich bis heute nichts geändert.

 


 

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