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Filmfest 2018

In the Middle of the River

Autor(en): Nina Mohs am Samstag, 30. Juni 2018
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Quelle: © Filmfest München 2018

Knallharte Kerle sind natürlich tattoowiert: Gabriel.

Emotional, heftig und ohne Pardon: „In the Middle of the River“ zeigt nicht nur die schonungslose Wahrheit, sondern berührt auch mit kraftvollen Bildern.

Gabriel, ein vom Krieg geprägter und traumatisierter Veteran, kehrt nach dem plötzlichen Tod seiner Schwester Naomi in seine Heimat New Mexico zurück. Dabei hat der junge Mann nur ein Ziel: Naomis Mörder finden und Gleiches mit Gleichem vergelten. 

Doch der Verdacht fällt bald auf den eigenen Großvater und Gabriel muss sich seinem inneren Konflikt stellen. Denn langsam bemerkt er, dass er sich seiner Familie nicht entziehen kann und mehr gebraucht wird, als er denkt. 

120 Minuten Wut und Verzweiflung

„In the Middle of the River“ ist kaum auszuhalten. Aber nicht im negativen Sinn. Damian John Harper schafft in seinem Drama unerträgliche und unausweichliche Mitgenommenheit, indem er den Zuschauer reinen Emotionen aussetzt.

Diese werden jedoch nicht durch künstliche Effekte oder perfekte Shots produziert, sondern durch knallharte Realität. Sowohl Kamera, als auch das Schauspiel von Eric Hunter in der Rolle von Gabriel vermitteln die unglaubliche Wut und Verzweiflung des gespaltenen Charakters.

Wacklige Handkamera, nur im Film produzierte Musik oder wenig künstliche Belichtung sind Züge des Dogma-Genres, die aber durch die rohe Gewalt wieder außer Kraft gesetzt werden. Dennoch wirkt der Film unglaublich realistisch und die lauten Geräusche von Autos oder auch nur panischem Atmen verdeutlichen die starken Emotionen des Protagonisten und betonen die Schattenseiten des amerikanischen Traums.

Spannung non-stop

Der Film hat zwar seine Längen, trotzdem werden konstant Spannungen zwischen den Figuren oder in der Handlung produziert, die es schwer machen, nicht hinzuschauen. Denn bis der wahre Grund für Naomis Tod ans Licht kommt, muss so einiges passieren. 

„In the Middle of The River“ ist auf dem Filmfest noch zweimal zu sehen, in der Reihe Neues Deutsches Kino.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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