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Festivaldebut

Sci-Fi in München

Autor(en): Adrian Sölch am Sonntag, 3. Mai 2015
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Quelle: by M94.5

Papp-Roboter und Powerpoint-Präsentationen. Münchens erstes Science-Fiction Festival wirkt ein wenig, wie aus der Zeit gefallen.

Kulturbegeisterte bekommen in München ein dichtbepacktes Jahresprogramm serviert. Fast  jede Woche findet ein anderes Film-, Tanz- , Theater- oder Themen-Festival statt. Aber ein Science-Fiction-Festival gab es bei uns noch nicht. Das heißt, bis jetzt zumindest nicht, denn dieses Jahr haben sich die Veranstalter des 1. Münchner Science Fiction Festivals im Kellergewölbe der Einsteinstraße 42 so richtig ausgetobt. 

Zurück in die Zukunft

So gab es in dem Ausstellungsraum einen selbstgebauten Papproboter zu sehen, und an den Wänden hingen ein paar Zeichnungen von Raumschiffen und fremden Planeten, die Assoziationen zu berühmten Sci-Fi-Comiczeichnern aus den 70ern Jahren wachrufen könnten, aber nicht ganz die Qualität der Vorbilder erreicht.

Auch die bunte Powerpoint-Präsentation im Nebenraum wirkt mit ihrem Pop-Out- Animationen wie aus einem vergangenen Jahrzent. Vor ihr hält Rita Grünbein einen Vortrag über fremdes Leben im All. Gut gelaunt wirft Sie immer wieder Glupschaugen ins Publikum, um ihren Vortrag aufzulockern. Das kann man sympathisch finden, aber auch ein wenig albern.

Witz, komm raus, du bist im Weltall!

Selbiges lässt sich über die anschließende kleine Inszenierung sagen, bei der Anja Neukamm und Pascale Ruppel mit ihrem Programm: „Zwei Ausserirdische auf dem Weg zur Staatsbürgerschaft“ bemüht witzige Texte vorlesen, die allerlei Klischees über Aliens, Männer, Frauen und deutsche Bürokratie abgrasen.

All das wirkt ein wenig, wie aus der Zeit gefallen und erinnert auf sympathische Weise an den Selfmade-Sci-Fi längst vergangener Zeiten, als man, wie bei „Raumschiff Orion“, der deutschen Serie aus den 60ern noch mit einem deutlich erkennbaren Bügeleisen durch das All geflogen ist.

Sympathisch, aber mehr leider auch nicht

Die Organisatoren haben mit ihrer DIY-Mentalität und dem leicht verschrobenen Programm das Herz am rechten Fleck. Um einen Eintrittspreis von acht Euro pro Tag zu rechtfertigen, muss man aber neben unangepasster Attitüde auch einen gewissen Professionalitäts- und Qualitäts-Standart vorweisen. Und um mit anderen Kulturveranstaltungen aus München mithalten zu können, ist da beim Münchner Science-Fiction Festival für die nächsten Jahre auf jeden Fall noch Luft nach Oben. 

Das Münchner Science Fiction Festival hat vom 24. bis zum 26. April  im Einstein-Kultur stattgefunden.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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