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30 Jahre Lindenstraße

Spiel mir die Serie vom Tod

Autor(en): Betina Bauer am Freitag, 4. Dezember 2015
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Quelle: M94.5

30 Jahre Tod in der Lindenstraße

Vom Zug erfasst, in Flammen erstickt, im Schnee erfroren - die mitreißendsten Tode aus 30 Jahren Lindenstraße

Sonntagabend 18:50: die Einen sitzen mit Cola, Chips, Popcorn & Co. gespannt vorm Fernseher. Die Anderen fallen gelangweilt in die Couch zurück und greifen augenverdrehend zur Fernbedienung. Seit dem Sendestart am 8. Dezember 1985 besteht diese Hass-Liebe zwischen der Sendung und den Zuschauern. Die Zuschauer, die bei Deutschlands erster Seifenoper immer mit dabei waren, konnten 46 Tode miterleben, einer dramatischer als der nächste.

Der erste AIDS-Tod

Benno Zimmermann zieht mit seiner Freundin Gabi Sabowski 1978 in die Lindenstraße. Bei einer Bluttransfusion infiziert er sich mit HIV und geht 1988 schließlich als erster AIDS-Toter in einer deutschen Serie in die Geschichte ein.

Die Bratpfanne

Im August 1995 wird Matthias Steinbrück von einem Zug erfasst. Sein Tod geht als Selbstmord in die Akte ein. Doch was die Beamten nicht wissen: Lisa Hoffmeister erschlug den Ex-Priester zuvor mit einer Bratpfanne, während er ihren Freund Olli Klatt beinahe erwürgte, weil ihm die Beziehung der beiden missfiel.

Sturz in die Tiefe

In der 1189. Folge schlägt Bruno Büring in seiner Hochhauswohnung auf seine Freundin Sarah ein, weil sie ihn verlassen will. Ihre Eltern eilen in die Wohnung und Bruno sitzt auf dem Geländer der Gallerie vor der Wohnungstür, als er Sarahs Mutter Anna begegnet. Wutentbrannt schlägt sie auf ihn ein und Bruno stürzt hunderte Meter in den Tod.

Höllenfeuer

Ein weiterer tragischer Tod war wohl der von der kleinen Paula Winicki. Eigentlich wurden ihre zwei Halbschwestern zum Aufpassen verdonnert, doch die ließen die Zweijährige für ein Konzert allein zu Hause. In der Küche wirft Paula dann eine Kerze um, die daraufhin eine Zeitung entzündet. Alles um die Kleine herum geht in Flammen auf und Paula erstickt schließlich.

 

Familientragödie

Tränenüberströmt schreibt Henny Schildknecht in Folge 61 einen Abschiedsbrief an ihren Vater. Enttäuscht über die zerbrochene Ehe ihrer Eltern und unglücklich verliebt, spült sie eine Überdosis Tabletten mit Rotwein herunter und nimmt sich so das Leben. Ihre kleine Tochter Meike stirbt ein halbes Jahr später an Leukämie und gut 300 Folgen später erfriert Hennys Ex-Mann Franz einsam und betrunken an Heilig Abend im Schnee. Seine Geliebte hatte ihn verlassen.

Eifersuchtsdrama

Im Jahr 2000 stirbt Kurt Sperling – erstochen vom eigenen Sohn Momo, der an Paranoia leidet und fälschlicherweise denkt, sein Vater habe eine Affäre mit Maria, der Freundin von Momo.

Jenseits

Oskar Krämer's Tochter Ines liegt bereits viele Wochen im Koma, als er sie ein letztes Mal besucht. Nach dem Abschied finden Oskars Freundin Gabi und Ines Ehemann Olaf einen Brief, in dem er sich von seiner Tochter verabschiedet und schreibt, dass er im „sonnendurchfluteten Elysium“ auf sie warte. Anschließend nimmt sich der depressive Oskar das Leben.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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Donnerstag, 18. Oktober, 18 Uhr
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Samstag, 27. Oktober 2018
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