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Viel Dramatik schon vor dem Start der Berlinale

Autor(en): am Donnerstag, 10. Februar 2011

Dramatische Szenen, Diebstahl und viel Glamour. Nein, es geht nicht um die Zutaten der Filme, die auf der Berlinale gezeigt werden, sondern um die Schlagzeilen, die vor dem Start des Filmfestivals für Furore sorgen. Geboten sind ein iranisches Gefängnissdrama, ein internationales Komplott und eine gute Portion Sexappeal.

Dramatische Szenen, Diebstahl und viel Glamour. Nein, es geht nicht um die Zutaten der Filme die auf der Berlinale gezeigt werden, sondern um die Schlagzeilen, die vor dem Start des Filmfestivals für Furore sorgen. Geboten sind ein iranisches Gefängnissdrama, ein internationales Komplott und eine gute Portion Sexappeal.

Mysteriöse Einbrüche

Wie jedes Jahr erwartet Berlin spannende und aufregende Filmproduktionen aus der ganzen Welt. Ein ganz besonderers Werk wäre fast verschwunden. ,,Khodorkovsky“ ein Dokumentarfilm von Cyril Tuschi ist unfreiwilliger Hauptdarsteller eines Katz und Maus Spiels zwischen Regisseur und mysteriösen Dieben geworden. Der Film zeigt den inhaftierten russischen Regierungskritiker Michail Chodorkowski von seinem Aufstieg zum Wirtschaftsboss bis hin zu seiner Haft in Sibirien. Russische Zeitungen befürchten, der Film könne sowohl der Regierung als auch Chodorkowski schaden. Bei dem Regisseur wurde in seinen Produktionsräumen eingebrochen und man hat zwei PCs und Festplatten gestohlen. Sogar im Urlaub haben ihm die Diebe keine Ruhe gelassen. Doch der Regisseur hatte Glück. Der Film wird  gezeigt, da in Berlin bereits vor dem ganzen Wirbel eine Kopie vorlag.

Drama um iranischen Regisseur

Der Filmemacher Jafar Panahi hat bereits 2006 für sein regimekritisches Werk ,,Offside“ einen silbernen Bären erhalten. Dieses Jahr sollte Panahi eigentlich in der Jury in Berlin sitzen und darüber entscheiden, welcher Film dieses Jahr einen Bären erhält. Doch seine Teilnahme ist stark gefährdet. Im vergangen Dezember wurde der Regisseur in Teheran wegen Propaganda gegen die Regierung zu sechs Jahren Haft verurteilt. In Berlin rechnet man nicht mehr mit seinem Erscheinen

Wowereit freut sich

Während bei einem Regisseur eingebrochen wurde und ein Jury Mitglied in Haft sitzt, freut sich Berlins Regierender Bürgermeister vor allem auf das Geld, das die Berlinale mit sich bringt. Wowereit begrüßt fleißig die ankommenden Stars in Berlin und macht kräftig Werbung für die gerne mal als ,,arm“ bezeichnete Hauptstadt.

Die Welt blickt auf Berlin

Dort finden nämlich die nächsten 10 Tage zum 61. mal die internationalen Filmfestspiele statt; sie gehören zu den weltweit bedeutendsten überhaupt. Das Festivalprogramm gliedert sich in sieben Kategorien. Die wichtigste ist der Wettbewerb. Großes internationales Kino, das ein breites Publikum ansprechen soll, wird hier gezeigt und anschließend von der Jury bewert. Die Auszeichnungen der letzten Jahre gehört zur Creme de la Creme für jeden Filmgourmet. Man darf also gespannt sein, welcher Film dieses Jahr die meisten Bären mit nach Hause nimmt.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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