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Hatespeech

Aufstand der Vernünftigen

Autor(en): Bernhard Fischer am Freitag, 3. Februar 2017
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Quelle: Pixabay

Soziale Netzwerke

Die Facebookgruppe #ichbinhier kämpft mit nüchterner Sachlichkeit gegen Hass in den Kommentarspalten von Facebook.

Abseits der eigenen Echokammer ist Facebook alles andere als ein Vergnügen, denn die Masse an Hasskommentaren, die seit einigen Jahren durch das soziale Netzwerk schwappt ist nicht zu übersehen.

Aber halt, da kann man jetzt was tun!

Seit einiger Zeit erhält die Facebook-Gruppe #ichbinhier starken Zulauf. Die Gründer von #ichbinhier haben es sich zum Ziel gemacht, die Diskussionskultur auf Facebook wieder respektvoller zu gestalten.

„Mit dem Hashtag #ichbinhier kann jeder den Aufgeregten zeigen: Ich bin auch hier. Ich werde dir das Feld nicht überlassen. Ich stehe hier für Offenheit, Respekt und konstruktiven Dialog. Für eine Diskussionskultur, die auf Argumenten basiert – nicht auf Gerüchten und Beleidigungen.“, so die Administratoren auf Facebook.

Die inzwischen 13.000 Mitglieder zählende Gruppe will sich keiner politischen Richtung verschreiben, sondern Hasskommentare mit Sammelaktionen z.B. unter Posts von Nachrichtenseiten sachlich kontern.

„Wichtig zu wissen: Wir sind überparteilich – und wir sind keine Diskussionsgruppe. Wir wollen bei Hass-Posts aktiv eingreifen, dazu müssen wir fokussiert bleiben.“, schreiben die Admins.

Vorbild Schweden

Das Konzept lehnt sich an die schwedische Facebook-Gruppe #jagärhär an, die bereits vor ungefähr einem Jahr gegründet wurde. Inzwischen zählt sie fast 60.000 Mitglieder, die fleißig kommentieren. Bei ihrem deutschen Pendant sollen die Kommentare nicht nur die Diskussionskultur verändern, die Mitglieder der Gruppe treten auch mit den Hetzern in den Dialog. Frei nach dem Motto: gehe aus Deiner Echokammer und hole andere aus ihrer! Durch den starken Zuwachs stößt die Gruppe erwartungsgemäß inzwischen auf größere Resonanz, auch bei den Hasskommentatoren. „Gesinnungsterror“ und „Meinungsdiktatur“ vor. Die Mitglieder scheint das nicht zu stören, die Kommentare in der Gruppe lesen sich teils euphorisch. Sie scheinen zu spüren, dass ihre Gruppe ankommt.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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