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Rückkehr der Collagen-Kunst

Autor(en): Andrea Topinka am Dienstag, 18. Januar 2011
Videos müssen immer aufwendiger produziert sein, das 3D-Video ist nicht mehr fern. Da ist es doch mal ganz schön ein paar Bildfetzen zusammenzusuchen und auf die gute alte Collage zurückzugreifen - wie in unserem Video der Woche "Where The Walls Are Made Of Grass" von Fergus & Geronimo.
Angefangen hat für die Band Fergus & Geronimo alles 2009 in Denton, Texas. Dort trafen sich die beiden Mitglieder Jason Kelly und Andrew Savage, als sie für ein Album von Savages andere Band "Teenage Cool Kids" zusammenarbeiteten. Da sie sich fragten, wie es wohl wäre in einer anderen Band als ihren Hauptbands zu spielen, nahmen sie ein paar Songs auf. Die begeisterten im Internet die Hörer so sehr, dass Fergus & Geronimo zu einem festen Projekt wurde. Bis Anfang 2011 folgten 4 EPs auf verschiedensten Labels,  die letzte bei Hardly Art. Stilistisch bewegen sie sich dabei immer irgendwo zwischen Psychedelic Pop und Indie-Rock zum Teil auch mit Punk- oder Soul-Elementen. Sehr abwechslungsreich geht es bei Fergus & Geronimo also vonstatten, seit Januar 2011 auch auf Albumlänge unter dem Titel Unlearn.

Pünktlich zum Albumrelease gibt es jetzt auch ein Video zu dem Song Where The Walls Are Made Of Grass. Für die Visualisierung verantwortlich ist die Künstlerin Alice Cohen. die - neben Videos für sich - auch schon für Ducktails, Broken Deer oder Coasting kreativ geworden ist. Typisch für ihre Arbeit ist die Collagen-artige Umsetzung der Songs in Bilder nach dem Stop-Motion-Verfahren, wie es auch bei "Where The Walls Are Made Of Grass" der Fall ist. Dem Rhythmus angepasst gibt es hier so einiges zu sehen: direkte Übertragungen der Lyrics in Bilder, Früchte, primitive Dörfer, Hochhäuser, Jazz-Musiker und und und. Ein Video, von dem man vielleicht keine allzu große Storyline erwarten sollte. Dafür ist es aber mindestens so abwechslungsreich, spannend und detailverliebt wie die Musik von Fergus & Geronimo.

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