HIV ohne AIDS
Prof. Johannes Bogner erklärt das Phänomen von "Long-Term-Non-Progressors" und warum Prävention die beste Maßnahme gegen HIV darstellt.
Prof. Johannes Bogner erklärt das Phänomen von "Long-Term-Non-Progressors" und warum Prävention die beste Maßnahme gegen HIV darstellt.
Der 1. Dezember soll jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf das HI-Virus und AIDS lenken. Der Welt-AIDS-Tag ist ein Tag voll von Trauer, Aufklärung und Hoffnung. Trauer um diejenigen, die bereits an AIDS verstorben sind. Aufklärung für alle Nicht-Infizierten. Und Hoffnung für bereits Erkrankte: Auf verbesserte Therapiemöglichkeiten oder möglicherweise sogar eine Chance auf Heilung, irgendwann in der Zukunft.
Im Zusammenhang mit AIDS und HIV hört man gelegentlich von Menschen mit einer HIV-Infektion, bei denen die Krankheit AIDS nicht ausbrechen kann. Gemeint sind damit die sogenannten „Long-Term-Non-Progressors“. Das sind Menschen, bei denen das Immunsystem es schafft, die HIV-Infektion unter Kontrolle zu halten. Mit anderen Worten: Die betroffenen HIV-Infizierten brauchen für lange Zeit keine Medikamente und bleiben trotzdem gesund, weil bei ihnen AIDS erst sehr spät ausbricht.
Ein relativ kleiner Anteil (unter fünf Prozent) der HIV-Infizierten gehört zu dieser Gruppe. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine genetische Mutation am sogenannten CCR5 Rezeptor zu der besonderen Eigenschaft führt, ein Long-Term-Non-Progressor zu sein. Als Grund für diese Besonderheit vermutet man, dass es durch frühere Seuchen wie die Pest eine Selektion von Bevölkerungsanteilen gab. Nach dem darwinschen Prinzip waren bestimmte Bevölkerungsanteile, die zufällig diese Genmutation hatten, schon zu dieser Zeit vor Seuchen geschützt und besaßen dadurch einen Überlebensvorteil.
Pharmafirmen haben sich mit dem genetischen Muster der Long-Term-Non-Progressors auseinander gesetzt und entwickeln mit den Erkenntnissen neue Medikamente, die vielversprechende Therapien im Kampf gegen HIV und AIDS ermöglichen sollen.
Auch Professor Johannes Bogner, AIDS-Forscher am Klinikum der LMU, schließt eine Möglichkeit der Heilung in Zukunft nicht aus: „Ich glaube daran, dass die Therapien immer noch besser werden, noch komfortabler, und ich glaube auch daran, dass in der Zukunft - sei es nun nah, mittel oder fern - so etwas wie eine Heilung erreicht werden wird. Aber doch eher in der mittleren bis fernen Zukunft.“
Trotz der vielversprechenden Therapien sei aber die Prävention immer noch das wichtigste Mittel, HIV und AIDS zu verhindern.
Der 1. Dezember soll jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf das HI-Virus und AIDS lenken. Der Welt-AIDS-Tag ist ein Tag voll von Trauer, Aufklärung und Hoffnung. Trauer um diejenigen, die bereits an AIDS verstorben sind. Aufklärung für alle Nicht-Infizierten. Und Hoffnung für bereits Erkrankte: Auf verbesserte Therapiemöglichkeiten oder möglicherweise sogar eine Chance auf Heilung, irgendwann in der Zukunft.
Im Zusammenhang mit AIDS und HIV hört man gelegentlich von Menschen mit einer HIV-Infektion, bei denen die Krankheit AIDS nicht ausbrechen kann. Gemeint sind damit die sogenannten „Long-Term-Non-Progressors“. Das sind Menschen, bei denen das Immunsystem es schafft, die HIV-Infektion unter Kontrolle zu halten. Mit anderen Worten: Die betroffenen HIV-Infizierten brauchen für lange Zeit keine Medikamente und bleiben trotzdem gesund, weil bei ihnen AIDS erst sehr spät ausbricht.
Ein relativ kleiner Anteil (unter fünf Prozent) der HIV-Infizierten gehört zu dieser Gruppe. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine genetische Mutation am sogenannten CCR5 Rezeptor zu der besonderen Eigenschaft führt, ein Long-Term-Non-Progressor zu sein. Als Grund für diese Besonderheit vermutet man, dass es durch frühere Seuchen wie die Pest eine Selektion von Bevölkerungsanteilen gab. Nach dem darwinschen Prinzip waren bestimmte Bevölkerungsanteile, die zufällig diese Genmutation hatten, schon zu dieser Zeit vor Seuchen geschützt und besaßen dadurch einen Überlebensvorteil.
Pharmafirmen haben sich mit dem genetischen Muster der Long-Term-Non-Progressors auseinander gesetzt und entwickeln mit den Erkenntnissen neue Medikamente, die vielversprechende Therapien im Kampf gegen HIV und AIDS ermöglichen sollen.
Auch Professor Johannes Bogner, AIDS-Forscher am Klinikum der LMU, schließt eine Möglichkeit der Heilung in Zukunft nicht aus: „Ich glaube daran, dass die Therapien immer noch besser werden, noch komfortabler, und ich glaube auch daran, dass in der Zukunft - sei es nun nah, mittel oder fern - so etwas wie eine Heilung erreicht werden wird. Aber doch eher in der mittleren bis fernen Zukunft.“
Trotz der vielversprechenden Therapien sei aber die Prävention immer noch das wichtigste Mittel, HIV und AIDS zu verhindern.