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Körperkommunikation

Wortlos glücklich

Autor(en): Maria Stöhr am Sonntag, 27. September 2015
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Quelle: © blu-news.org(blu-news.org)

Berührungen sind lebenswichtig und beeinflussen unser Wohlbefinden. Also ran an den Speck!

Stellen wir uns eine gewöhnliche Begrüßungsszene vor. Zwei Menschen reichen sich die Hände. Unbewusst setzt diese Berührung eine Reaktionskette im Gehirn in Gang. Wie fühlt sich mein Gegenüber an? Schwitznasse Hände, weiche oder raue Haut? Ein fester oder schlaffer Händedruck?

Körperkontakt hilft uns, das Gegenüber einzuschätzen und auf impulsive, nervöse, hektische oder reservierte Charakterzüge zu schließen. Die Körper kommunizieren beim Händedruck. Für Dr. Michael Hufnagl beschreibt die Körperkommunikation generell die Interaktion zwischen Mensch und Umwelt. „Der Mensch hängt von dem ab, was um ihn herum ist. Von Dingen und natürlich von Menschen“, so der Neuropsychologe. Wie unverzichtbar Berührungen sind, das erkenne man nicht zuletzt am Geschlechtsakt, „der tiefsten Berührung, die wir naturgemäß immer anstreben“.

Körperkommunikation als Lebensmittel

Berühren, Spüren, Fühlen – die Bedeutung unseres Tastsinns wird oft verkannt. Dabei ist sich die Wissenschaft sicher: Aktive und passive Berührungen sind Lebensmittel, also genauso wichtig wie Trinkwasser, Nahrung und Sauerstoff. Ein Organismus ohne Berührung verkümmert, vor allem in frühen Lebensphasen. Für Kleinkinder bedeutet fehlender Körperkontakt eine enorme Einschränkung in ihrer Entwicklung. Aber auch Erwachsene sind auf Berührung angewiesen. Eine Massage zum Beispiel lindert durch gezielten Druck Schmerzen und Verspannungen. „Manchmal genügt auch das Handauflegen für die Heilung“ so Dr. Hufnagl, „als paramedizinisches Phänomen wird über die Berührung auch eine Intention übertragen.“ Körperkommunikation hilft uns, gesund zu bleiben. Für den Alltag heißt das: Hier eine Umarmung mehr, da ein Abschiedskuss – und keine Berührungsängste!

Gehirn als Gefühls-Generator

Durch eine Berührung wird der ganze Organismus aktiviert. Die Reaktionskette ist komplex. Was und wie wir etwas spüren, hängt nicht so sehr vom Ort der Berührung ab. Erst im Gehirn werden die Eindrücke verarbeitet und bewusst gemacht. Wie sehr das Gehirn unser Empfinden lenkt, zeigt sich laut Neuropsychologe Dr. Hufnagl am Beispiel von Phantomschmerzen oder Narkosen. „Wenn das Gehirn lahmgelegt ist, wird eine Berührung gar nicht wahrgenommen, obwohl sie da ist.“ Die Macht der Tast- und Berührungssinne sollte man nicht unterschätzen. Wenn sich zwei Handflächen zum Gruß berühren, dann hat das Folgen. Mitunter entscheidet die Körperkommunikation, ob man noch auf ein Bierchen eingeladen wird – oder nicht.

Platte des Monats

Conor O'Brien zeigt mit The Art of Pretending to Swim, dass Indie-Folk auch im Jahr 2018 noch spannender klingen kann, als man das von diesem Genre erwartet hätte. Das vierte Album der Villagers vereint, was eigentlich widersprüchlich wirkt: Folk mit R'n'B und Experimentierfreude mit Zugänglichkeit. 

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M94.5 präsentiert
Donnerstag, 18. Oktober, 18 Uhr
M218 LMU Hauptgebäude
 
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Donnerstag, 18. Oktober 2018
 
Freitag, Samstag: 19./20. Oktober
 
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Samstag, 27. Oktober 2018
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