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Saisonal und regional einkaufen

Langweilig und teuer? Von wegen!

Autor(en): Sarah Walzel am Dienstag, 24. Mai 2016
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Quelle: © Witzenberger/afk M94.5

Obst und Gemüse vom lokalen Markt

Regional einkaufen klingt nach langweiligem Wurzelgemüse, teuren Öko-Produkten und Verzicht. Doch dabei verbirgt sich hinter dem Konzept ausschließlich Positives.

Im wilden Informationsstrudel rund um Ernärhung und Themen wie biologische Lebensmittel, „Superfood“, dutzenden Lebensmittelunverträglichkeiten oder bewussten Ernärhungweisen - Stichworte: vegetarisch / vegan - tauchen auch immer wieder die beiden Begriffe „regional“ und „saisonal“ auf. Doch warum ist es sinnvoll, sich bei all den Möglichkeiten gerade an diesen Begriffen zu orientieren?

Was bedeutet „regional“ und „saisonal“?

Beide Begriffe sind eng miteinander verknüpft. Denn: Was aus der Region kommt, ist zwangsläufig auch meist saisonal. „Regional“ können sich Produkte nennen, die in etwa aus einem 150-km-Radius stammen. Das sind noch recht kurze Transportwege, die gewährleisten, dass Lebensmittel recht schnell und vor allem frisch im Geschäft oder beim Verbraucher ankommen.

Orangen haben im Herbst und Winter Saison. Quelle: M94.5

Warum ist regionale Ernährung von Vorteil?

Die Liste der Pluspunkte, die eine solche bewusste Einkaufs- und Ernährungsweise bietet, ist lang! So profitiert nicht nur die regionale Wirtschaft davon, sondern auch der eigene Geldbeutel. Denn lange Transportwege sind auch ein hoher Kostenfaktor. Da kann die Bio-Tomate vom nächsten Bauernhof durchaus günstiger sein, als die Gewächshausfrucht aus den Niederlanden. Zudem ist so auch nachvollziehbarer, was genau da im heimischen Kochtopf landet, unter welchen Umständen das erzeugt wurde und ob das den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Wichtig ist natürlich auch der Umweltfaktor: Je weiter weg das Produktionsgebiet der Lebensmittel liegt, desto mehr CO2 wird beim Transport ausgestoßen – und auch beheizter Treibhausanbau produziert mehr CO2.

Ein Beispiel

In großen Supermärkten lacht einem das ganze Jahr über frisches Obst und Gemüse aller Arten von den Theken entgegen. Doch nicht nur an der Herkunftsdeklaration, sondern auch an Geschmack und Preis lässt sich schnell erkennen, was aktuell aus der Region kommt. Gefühlt das ganze Jahr über kann man Erdbeeren und Spargel erwerben, doch aus deutschen Anbaugebieten gibt es diese Produkte nur im Frühjahr und Sommer. Und so freut sich nicht nur das Bankkonto über purzelnde Preise, sondern auch der Gaumen über den wunderbaren Geschmack frisch geernteter Lebensmittel, die unter freiem Himmel reifen konnten. 

Unter'm Strich günstiger

Eine fruchtige Obsttorte macht sich immer gut, ob zum Sonntagskaffe, Geburtstag oder als kleine Leckerei zwischendurch. Klassiker unter diesen Backwaren sind Erdbeer- und Rhabarberkuchen. Beide Obstsorten haben gerade Saison und schmecken kombiniert besonders lecker:

Rezept für Rhababer-Erdbeer-Kuchen. Quelle: M94.5/Sarah Walzel
 
Das benötigte Obst bekommt man in gewöhnlichen Supermärkten und Bioläden gerade für unschlagbare drei bis fünf Euro, da beides zur Zeit frisch aus Deutschland kommt.  
Wer sicher gehen möchte, dass all die benötigten Produkte auch garantiert aus der eigenen Region kommen, kann in Dorf- oder Hofläden oder auf Wochenmärkten einkaufen. Hier bieten Bauern neben selbst-angebautem Obst- und Gemüse und meist auch andere Produkte aus eigener Herstellung an. So kann man selbst bei Öl, Mehl, Quark und Eiern sicher sein, dass alles aus der Nähe kommt.
So kostet der Kuchen im Mai rund sieben Euro, während man im Winter nur für das benötigte Obst schon deutlich mehr als das zahlt.

Fazit: 

In der Regel heißt „regional“ auch „saisonal“. Regionale Produkte sind gut für den Geldbeutel, die Umwelt, die Wirtschaft und natürlich auch für den kulinarischen Horizont. Denn wer zur Zeit über den Wochenmarkt schlendert, findet oftmals Neues oder fast Vergessenes, das quasi vor der eigenen Haustür wächst und mit dem man etwas Awechslung in die eigene Küche bringen kann. Oder hast du in letzter Zeit mal ein Gericht mit Portulak, Mairüben, Mangold oder Kohlrüben zubereitet?
 
Mehr zum Thema: Das "wahrscheinlich nachhaltigste Kochbuch der Welt", in a box:

Bildergalerie
Rezept für Erdbeer-Rhababer-Kuchen.
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