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Chatten mit Seibert

Autor(en): Johannes Vogl am Donnerstag, 15. März 2012
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Am Donnerstag stellte sich Regierungssprecher Steffen Seibert das erste Mal überhaupt den Fragen der Netzgemeinde in einem Twitterview. Twitter-User konnten dem Chef der Bundespressestelle die Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Am Donnerstag stellte sich Regierungssprecher Steffen Seibert das erste Mal überhaupt den Fragen der Netzgemeinde in einem Twitterview. Twitter-User konnten dem Chef der Bundespressestelle die Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen.

So langsam scheint die deutsche Bundesregierung im Web 2.0 anzukommen. Auf der kürzlich neugestalteten Homepage der Bundesregierung war schon zu erkennen, dass Social Media-Seiten, vor allem Youtube und Twitter, stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. 

Um 11:30 nahm sich Regierungssprecher Steffen Seibert etwas mehr als eine halbe Stunde Zeit um in einem Live-Chat einige Fragen der Netzgemeinde, die unter dem Hashtag #fragreg, gestellt wurden zu beantworten. Los ging es gleich mit einer Frage zur Lage in Syrien: @norberttwit fragt: „wann marschieren die Deutschen Truppen in Syrien ein?“ - Seiberts Antwort, ganz diplomatisch: „Das wäre keine Lösung des Problems. Die Welt muss Druck auf das Assad-Regime organisieren, damit Dialog in Gang kommt“

Die Fragen waren bunt gemischt: Sowohl die immer aktuellen Themen wie Finanzkrise und ACTA wurden beantwortet, als auch persönliche Fragen an Seibert und sein Amt als Bundespressesprecher. So fragte @Umfli: „Wünschten Sie sich nicht manchm. lieber beim ZDF geblieben zu sein als die Taten d. Regierung "schönreden" zu müssen?“ - „Nein, ich war 21 schöne Jahre lang Journalist. Neue Aufgabe, Politik zu erklären u. zu informieren, anders, aber auch schön. 

Nicht alle User nehmen Fragerunde ernst

Seibert wurde auch nach seinem aktuellen Lieblingslied gefragt. Seine Antwort: „Irgendwas von Mac Miller, kenne den Titel nicht“ Dieser kurze Ausflug in Seiberts Privatleben stieß nicht bei allen Usern auf Begeisterung: @carlshwarz beschwerte sich prompt: „Könnten Sie im Twitterview noch etwas zu NRW sagen, statt über ihre Lieblingsmusik?“ Dem entgegnete Seibert: Landespolitik ist nichts für Sprecher der Bundesreg. Wir arbeiten hier in Berlin an unseren Aufgaben“. Bei Fragen, die er nicht beantworten konnte, weil sie nicht in die Kompetenz des Bundespresseamts fielen, nannte Seibert die betreffenden Stellen, die sich dann um das Anliegen kümmern werden.

Natürlich wurden nicht alle Fragen mit dem Hashtag #fragreg beantwortet. Einige User machten sich auch einen Spaß aus dem Twitterview wie @leokhiwi, der gleich eine ganze Reihe von Fragen stellte: „Glaubt die Regierung and die Existenz Bielefelds?“ oder „Ist 42 wirklich die Antwort auf alle Fragen? Wie wird die 42 in die Regierungsarbeit mit eingebracht?“ 

Um kurz nach 12:00 beendete Steffen Seibert den erste Twitterview mit dem Tweet: „Zeit rasend vergangen, jetzt muss ich los, ich denke, wir machen das mal wieder. Danke allen Teilnehmern bei #fragReg“ Der Twitterview war ein weitere Baustein im Vorhaben der Bundesregierung verstärkt auf Social Media zu setzen. Neben dem sehr aktiv von Steffen Seibert betriebenen Twitteraccount des Bundespresseamtes, betreibt die Bundesregierung noch einen Youtube-Channel, RSS-Feeds und den internet-basierten „Dialog über Deutschlands Zukunft“



Bildquelle: Bundespresseamt/ Denzel
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