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Claus Schromm

"Wir sind in der richtigen Liga"

Quelle: SpVgg Unterhaching

Haching-Trainer Claus Schromm

Nach dem Abstieg startet die SpVgg Unterhaching am Freitag in die Regionalliga Bayern. Trainer Claus Schromm im M94.5-Interview: "Wir sind in der richtigen Liga"

Entspannt wie immer kommt Claus Schromm zum M94.5-Interview. Seinen einzigen freien Tag in der Woche vor dem Saisonstart hat der Trainer der Spielvereinigung dafür geopfert. Am Freitag (19 Uhr, live auf Haching FM - präsentiert von M94.5) startet ein neues Kapitel für Schromm und seine mit 19 Neuzugängen komplett neu formierte Hachinger Mannschaft: Die Regionalliga Bayern.

SpVgg-Trainer im Interview

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga sind vom Kader des letzten Jahres nur drei Spieler übrig: Jonas Hummels, Josef Welzmüller und Torwart Stefan Marinovic. Trainer Claus Schromm spricht im M94.5-Interview über seine neue Mannschaft, das Saisonziel, erklärt warum Präsident Manfred Schwabl wieder aufblüht und dass Spielvereinigung Unterhaching nach dem Abstieg in der richtigen Liga spielt.

M94.5: Herr Schromm, 19 Neuzugänge sind gekommen. Andere Trainer sprechen bei vier oder fünf Neuzugänge schon von Schwierigkeiten. Wie integrieren Sie 19 neue Spieler?

Claus Schromm: Das kann man sich ein bisschen so vorstellen: Du unterrichtest eine dritte Klasse und dann kommen ein paar aus der ersten Klasse dazu. Im Trainingslager führen wir die neuen dann an den konzeptionellen Ansatz und das Taktische heran. So versuchen wir sie möglichst schnell zu "Drittklässlern" zu machen und dann mit allen möglichst bald in die vierte Klasse zu gehen.

Sind die "Drittklässer" in diesem Fall Jonas Hummels und Josef Welzmüller, also die erfahrenen Spieler?

So ist es. Es sind die, die vom letzten Seniorenkader übrig geblieben sind. Also Kiwi (Torwart Stefan Marinovic, Anm. d. Red.), Jonas Hummels und Seppi Welzmüller. Die beiden sind die Ankerspieler, der Kiwi im Tor natürlich auch, wir sind sehr happy, dass er uns nach dem Abgang von Yannik Oettl die Stange gehalten hat. Grundsätzlich sind die Spieler, die aus dem Jugendbereich kommen schon gut im System und im konzeptionellen Ansatz. Was mich positiv überrascht hat: Die Jungs haben sich in den ersten Einheiten schon gegenseitig gecoacht haben, sprich die alten haben die neuen gecoacht. Manchmal willst du als Trainer etwas sagen, dann sagt es schon ein Spieler. Das ist förderlich.

Welcher Fußball wird in der Regionalliga Bayern gespielt? Es sind viele zweite Mannschaften vertreten, zum Beispiel von Bayern und 1860, die spielerisch an die ersten Mannschaften angelehnt werden. Sehen Sie in der Regionalliga überhaupt "dreckigen Fußball"?

Auf gar keinen Fall. Wenn ich ehrlich bin: Der Fußball ist sogar schöner als in der 3. Liga. In der dritten Liga hatten wir eine klassische Zweiteilung: Wir und die beiden zweiten Mannschaften, der Rest hat - sage ich mal - sehr ergebnisorientiert gespielt. Das ist in der Regionalliga Bayern durch die vielen zweiten Mannschaften sichtlich anders.

Zum Saisonauftakt kommt am Freitag Ingolstadt II in den Sportpark. Die waren letztes Jahr Fünfter, acht Spieler sind gegangen. Fällt es bei vielen Umstellungen schwer, sich auf den Gegner einzustellen?

Grundsätzlich ja, im ersten Spiel weiß man nie, was einen erwartet. Ingolstadt habe ich letztes Jahr zwei Mal zufällig in der Regionalliga gesehen, als wir Spieler beobachtet haben. Ich kenne die U19 vom letzten Jahr sehr, sehr gut. Dementsprechend ist das keine komplette Unbekannte. Eine technisch gut ausgebildete Truppe, einen unglaublichen netten Trainer haben sie leider und einen unglaublich guten Trainer leider auch (Stefan Leitl, d. Red.). Also können wir uns auf ein schönes Spiel einstellen. Aber wir versuchen aus unseren Möglichkeiten die besten zu verwenden - eigentlich unabhängig vom Gegner.

Wir haben über den Kader gesprochen, die Spielphilosophie - wenn man das zusammennimmt: Wo kann es hingehen in dieser Saison? Was ist das Ziel?

Grundsätzlich ist der Verein aufgrund des Gesamtpakets, aufgrund der wirtschaftlichen Möglichkeiten in der richtigen Liga. Man merkt es unserem Präsidenten an, dass der brutale Druck, den der einem DFB in Sachen Lizenz aufbürdet, weg ist. Er lebt wieder auf, er kann sich wieder ums Sportliche kümmern, weil er Zeit dafür hat - das ist ganz wichtig und existenziell für den Verein. Jonas Hummels hat mir eine ähnliche Frage gestellt: "Trainer, was haben wir überhaupt für ein Ziel?"

Die Antwort war, dass wir den Juli erstmal spielen wollen, mit den englischen Wochen und dann nach vier, fünf Pflichtspielen auch wissen, wie die Liga ist. Wir haben gleich Hochkaräter als Gegner. Der Jahn (Regensburg, d. Red.) kommt zu uns, wir fahren nach Burghausen, jetzt gegen Ingolstadt. Das sind schon mal richtige Knaller. Aber auch gegen Rain am Lech muss erstmal gspielt werden. Ende Juli werden wir dann eine kleine Standortbestimmung machen.

Das gesamte Interview aus dem Bewegungsmelder zum Nachhören:

Mehr zur Spielvereinigung Unterhaching - jeden Montag ab 19 Uhr im Bewegungsmelder.

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